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Gemeinde - Ortsgemeinde Boos (Nahe)

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Boos/Nahe
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Die Gemeinde Boos
Unsere GESCHICHTE
Boos ist eine der ältesten nachweisbaren Siedlungen  im Nahegebiet. Auf diese frühen Ansiedlungen weisen einzelne Funde aus  der Jungsteinzeit, der Bronzezeit sowie der Kelten- und Römerzeit hin.

Die größeren und bedeutenderen Funde des Altertums sind die aus der Römerzeit, wie z.B. die römischen Gewölbekeller eines Herrenhauses (villa rustica) aus dem 2. und 3. Jahrhundert n.  Chr., die seit 1990 wieder konserviert und begehbar gemacht wurden.


Die erste urkundliche Erwähnung von Boos datiert aus  einer Urkunde aus dem Jahr 1128, in der dem Kloster Disibodenberg seine  Besitzungen bestätigt werden. Dazu gehörte auch ein Besitz in Boos den  Kuno von Böckelheim und seine Gemahlin während der Regentschaft des  Mainer Erzbischofs Willigis (975-1011 n. Chr.) demselben im Jahr 976  geschenkt hatten. Aufgrund dieser Tatsache hat Boos bereits 1976 das  Jubiläum ‚1000 Jahre Boos’ gefeiert.

Der Name des Dorfes erscheint in unterschiedlichen  Formen, allgemein wird er auf das alte deutsche Wort „bozen“  zurückgeführt, das „Schlagen“ bedeutet: in den Hängen nordwestlich des  Dorfes gab es zahlreiche Sandsteinbrüche, wo also das Gestein geschlagen  wurde.
Die Vogteirechte hatten im Mittelalter die Grafen  und Herzöge von Zweibrücken und die Grafen von Veldenz. Im 18.  Jahrhundert lagen die Vogteirechte gemeinschaftlich bei Kurpfalz und  Stein-Kallenfels.

Ab 1798 gehörte Boos zur Verwaltungseinheit  Sobernheim, die 1815 an Preußen überging und 1816 zum neuen Landkreis  Bad Kreuznach gehörte.
Im Jahre 1888 kam Boos bei einer Verwaltungsreform  zur Bürgermeisterei Waldböckelheim. Seit der Verwaltungsreform 1970  gehört Boos zur Verbandsgemeinde Rüdesheim.

Historisches Rathaus (BACKES)
Eines der markantesten Gebäude in Boos, das alte Rathaus im Ortsmittelpunkt, ehemals „Backes“ genannt.
Nachdem es 1960 an die evangelische Kirche verkauft wurde, ging das Backes 2006 wieder per Kaufvertrag an die Gemeinde über.

Nach  einer aufwendigen Restaurierung und dem Wiederaufbau/Neubau des Backes in den  Jahren 2009 und 2010 erstrahlt das Booser Rathaus in neuem Glanz und  bietet den Booser Bürgern die Möglichkeit, das traditionelle gemeinsame  Backen im Dorf durch den Backesofen wieder aufleben zu lassen.
Vor allem die ehrenamtliche Arbeit von vielen Bürgern - allen voran  Rüdiger Franzmann, Berthold Schick, Horst und Karl Weyrich - aber auch  die Landeszuschüsse im Rahmen der Dorferneuerung haben es möglich  gemacht, ein Schmuckstück auf unserer Denkmalinsel zu schaffen

Seit 2012 sind Trauungen im historischen Booser Rathaus möglich. Weitergehende Informationen und Reservierungen erfolgen über die Verbandsgemeinde Rüdesheim.

Booser KIRCHE
Im 11 Jhd. wurde die Kirche in Boos errichtet. 1921 entdeckte man, dass die Kirche auf einer römischen Villa gebaut wurde. Von ihr sind mehrere tonnenüberwölbte Räume sowie Verbindungsgänge und eine sich nach Osten verschiebende Apsis erhalten.
Da es unter der Kirche so viele Hohlräume gibt, wurde im Krieg durch Bombenanschläge der Turm vom Schiff getrennt.
1695 brannten Nachzügler des französischen Heers die Kirche nieder, wobei nur der Turm erhalten blieb.

1706 – 1712 wurde die Kirche mit Unterstützung des Grafen von Nassau – Saarbrücken wieder aufgebaut.

Seit 1709 herrscht das Simultanverhältnis. Dies bedeutet, dass die Kirche den evangelischen Christen gehört und die katholischen Christen 3 mal im Jahr Gottesdienst halten dürfen


Römische GEWÖLBE
Zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. war das Gebiet rund um Boos Teil des Römischen Reichs. Ein bedeutender archäologischer Fund zeugt bis heute davon: 1921 entdeckte man bei Arbeiten an der Kirche die Überreste eines römischen Gutshofes – einer sogenannten Villa Rustica.
Archäologen des Bonner Provinzialmuseums stellten fest, dass die Anlage aus dem 2. und 3. Jahrhundert stammt. Besonders beeindruckend ist der Kryptoportikus, ein unterirdischer Gang mit original erhaltenen Tonnengewölben – in dieser Form nördlich der Alpen nur in Boos und Trier erhalten.
Die Räume dienten einst als Lagerkeller und zeigen, dank ihrer Erhaltung, dass hier sogar römische Fußbodenheizungen (Hypokausten) im Obergeschoss existierten – ein bemerkenswertes Zeugnis römischer Ingenieurskunst.
Nach umfassender Restaurierung in den 1980er- und 1990er-Jahren ist die Anlage heute wieder öffentlich zugänglich. Neben Führungen finden hier auch weinkulturelle Veranstaltungen statt – passend zur fast zweitausendjährigen Tradition des Weinbaus in der Region, wie Funde aus Odernheim im Jahr 2024 bestätigen.


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nach Vereinbarung
Tel: +49 6758 - 305
Mail: boos@vg-ruedesheim.de

Sprechzeiten des Ortsbürgermeisters

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